Fachtheorie 4: Montagetheorie

Zusammen/Schneiden: Schnitttechnik und Montagetheorie

Im Film werden Bilder „zusammengeschnitten“ – diese merkwürdige Formulierung zeigt bereits einen grundsätzliche Widerspruch: Schnitt und Montage funktionieren sowohl verbindend, wie trennend. Schnitt und Montage schaffen Zusammenhang zwischen einzelnen Bildern und markieren zugleich Differenz.

In diesem Submodul sollen anhand einer Vielzahl konkreter Beispiele aus dem Dokumentarfilm und Videoessay, sowie dank der Lektüre grundlegender Texte zur Montagetheorie diese paradoxen Möglichkeiten des Filmschnitts untersucht werden. Welche theoretischen Überlegungen stehen hinter konkreten Entscheidungen beim Filmschnitt? Welche ästhetischen Möglichkeiten, aber auch Probleme ergeben sich dank Montage? Und auf welche Art und Weise, schriftlich oder visuell, lassen diese sich beschreiben? Dabei soll der Begriff der Montage bewusst weit gefasst werden. Neben analogen Montagetechniken, sowie Montagetechniken auf akustischer Ebene, sollen insbesondere auch digitale Montagetechniken analysiert werden. Was bedeutet es, wenn in der digitalen Filmproduktion Montage nicht mehr nur zwischen den Bildern, sondern auch in diesen drin stattfindet? Wie verändern solch Schnitttechniken unsere Begriffe von Montage, von Bild und Frame? Wie gehen wir mit diesen Erweiterungen und Entgrenzungen der Montage um?


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