Signal / Störung / Angst: Angst und Angstörung im Film

15.5. / 22.5. / 29.5.2013 // Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (Burghölzli) ✺

Bei Freud heisst es, Angst sei „die allgemein gangbare Münze, gegen welche alle Affektregungen eingetauscht werden können.“ Dieser zunächst erstaunliche Befund findet sich bestätigt in den Angststörungen, wenn Eindrücke beängstigend empfunden werden, die einst Lust verschafften, oder wenn die Angst gar frei zu flottieren und sich an alles zu heften beginnt. Eine Möglichkeit, sich dem Phänomen der Angst anzunähern und sie zu studieren ist der Film, der bei ihren ersten Zuschauern nicht nur Begeisterung, sondern vor allem Angst ausgelöst haben soll. Dieses Talent, dem Zuschauer Angst einzujagen, hat sich das neue Medium bis heute erhalten und fortlaufend perfektioniert und gar eigene Genres geschaffen, die sich ganz und gar der Produktion von Angst widmen. In diesem Kurs werden wir anhand von diversen Filmbeispielen der Frage nachgehen, wie im Film Angst einerseits generiert andererseits analysiert wird. Das Kino entpuppt sich dabei nicht nur als grosse Angstmaschine, welche immer darauf aus ist, den Zuschauer in Schrecken zu versetzen, sondern auch als kritischer Apparat, der das mitunter rätselhafte Signal der Angst entschlüsselt und verstehbar macht.

Handout als pdf.

1. Kursnachmittag – Mittwoch, 15.05.2013 / 14.00-17.30 Uhr
Einführung ins Thema anhand theoretischer Texte und diverser Filmausschnitte
Leitung: Johannes Binotto
2. Kursnachmittag – Mittwoch, 22.05.2013 / 14.00-17.30 Uhr &
3. Kursnachmittag – Mittwoch, 29.05.2013 / 14.00-17.30 Uhr
Jeweils Screening und Diskussion von ganzen Filmen (z.B. „Zodiac“ von David Fincher, „Kap der Angst“ von Martin Scorsese, „Zero Dark Thirty“ von K. Bigelow, „Die Vögel“ von A. Hitchcock, genaue Auswahl steht noch aus)
Leitung: Dr. med. I. S. Zachariadis

Ort:
Grosser Hörsaal (Z 103), Psychiatrische Universitätsklinik Burghölzli, Lenggstrasse 31, 8032 Zürich

Kosten: keine

Kontakt: Johannes Binotto, j.binotto [ät] es.uzh.ch

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