Die gesprungene Wahrheit. Eine Verteidigung des Happy Ends.

Dienstag, 21. Oktober 2014, 18 Uhr
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Raum I.1.71 (Institutsgebäude) ///

Happy Ends im Kino sind kitschig, plump, unwahr und nur was für die naive Masse – so lautet der gängige Vorwurf. Was uns freilich nicht davon abhält, es heimlich doch zu geniessen, wenn in alten Filmen immer alles gut ausgeht. Doch könnte es nicht sein, dass im fadenscheinigen Kitsch des Happy Ends ein verblüffender Tiefsinn steckt, der gar nicht naiv, sondern im Gegenteil hoch philosophisch ist?

Ausgehend von Adornos überraschender Verteidigung der Massenkultur und Jacques Lacans Überlegungen zur „Halbsagbarkeit“ der Wahrheit soll mittels zahlreicher Filmausschnitte (von Murnau über Delmer Daves bis R. W. Fassbinder) die überraschende Lektion des Happy Ends gezeigt werden und warum ein tragisches Ende oft banaler und unwahrer ist als ein gutes.

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